Wie kocht man Trüffel?

Münchens Beste Pizzerien: Ein Geschmack Italiens

20/09/2024

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„Wer kein Schwein hat, muss die Trüffel selber suchen“, sagte einst der Schweizer Schriftsteller Emil Baschnonga. Während die Suche nach den edlen Pilzen ihre eigene Faszination hat, konzentrieren wir uns heute auf eine ebenso edle, aber wesentlich zugänglichere Delikatesse, die uns direkt ins Herz Italiens entführt: die Pizza. München, eine Stadt, die für ihre bayerische Gemütlichkeit bekannt ist, überrascht immer wieder mit einer erstaunlichen Vielfalt an authentischen italienischen Restaurants, die weit mehr als nur Trüffelpasta auf den Tisch bringen. Wir begeben uns auf eine kulinarische Entdeckungsreise, um die besten Pizzerien der Stadt zu finden, wo der Teig tanzt und der Käse schmilzt.

Wie kocht man Trüffel?
Zumal die edlen Pilze auf einem Nudelgericht gebettet, schon in ihrer schönsten Form für den Verzehr angerichtet sind. Einmal ausgebuddelt, gewaschen und gerieben, genießen wir Trüffel am liebsten in cremiger Sahnesoße, zwischen Parmesansplittern und auf frischer Pasta.

Die Pizza ist weit mehr als nur ein belegter Fladenbrot. Sie ist ein Symbol italienischer Gastfreundschaft, ein Kunstwerk aus einfachen Zutaten und ein Gericht, das Menschen auf der ganzen Welt verbindet. Von Neapel aus hat sie ihren Siegeszug angetreten und sich in unzähligen Variationen auf den Speisekarten rund um den Globus etabliert. Doch was macht eine wirklich gute Pizza aus? Ist es der hauchdünne Boden, der knusprig aus dem Holzofen kommt, oder der fluffige, luftige Rand einer echten neapolitanischen Pizza? Die Antwort liegt oft im Detail: in der Qualität der Zutaten, der Leidenschaft des Pizzaiolo und der Einhaltung alter Traditionen.

Inhaltsverzeichnis

Die Geschichte der Pizza: Ein kulinarisches Erbe

Die Ursprünge der Pizza reichen Jahrhunderte zurück, doch ihre moderne Form, wie wir sie heute kennen und lieben, entstand im 18. Jahrhundert in Neapel. Ursprünglich war sie ein einfaches Gericht für die ärmere Bevölkerung, belegt mit Tomaten, Knoblauch, Olivenöl und Oregano. Die Legende besagt, dass die „Pizza Margherita“ im Jahr 1889 zu Ehren der Königin Margherita von Savoyen kreiert wurde, die Neapel besuchte. Der Pizzabäcker Raffaele Esposito belegte sie mit den Farben der italienischen Flagge: Rot (Tomaten), Weiß (Mozzarella) und Grün (Basilikum). Dieser einfache, aber geniale Belag wurde zum Klassiker und zum Maßstab für authentische neapolitanische Pizza.

Von Neapel aus verbreitete sich die Pizza zunächst in ganz Italien und später, vor allem durch italienische Einwanderer, in die ganze Welt. Jede Region und jedes Land entwickelte ihre eigenen Variationen, doch der Kern – ein Teigboden mit Tomatensauce und Käse – blieb bestehen. Heute ist Pizza ein globales Phänomen, das in unzähligen Formen genossen wird, aber die neapolitanische Pizza mit ihren strengen Regeln für Zubereitung und Zutaten gilt noch immer als das Original und der Goldstandard für Puristen.

Was macht eine perfekte Pizza aus?

Die Perfektion einer Pizza liegt in der Harmonie ihrer Komponenten. Es sind nicht nur die Zutaten selbst, sondern auch die Art und Weise, wie sie miteinander interagieren und wie sie zubereitet werden.

  • Der Teig: Er ist das Herzstück jeder Pizza. Ein guter Teig benötigt Zeit. Lange Gärzeiten, oft 24 bis 72 Stunden, sind entscheidend für die Entwicklung von Geschmack und eine luftige, leicht verdauliche Krume. Der Teig sollte aus feinem Weizenmehl (Typ 00), Wasser, Hefe und Salz bestehen. Seine Textur sollte nach dem Backen außen knusprig und innen weich und elastisch sein, mit einem deutlich sichtbaren, aufgeblasenen Rand, dem sogenannten „Cornicione“.
  • Die Tomatensauce: Weniger ist hier oft mehr. Eine einfache Sauce aus San-Marzano-Tomaten, die nur leicht gesalzen und manchmal mit frischem Basilikum verfeinert wird, lässt den natürlichen Geschmack der Tomaten zur Geltung kommen. Sie sollte nicht zu wässrig sein, um den Teig nicht aufzuweichen.
  • Der Käse: Für die neapolitanische Pizza ist Fior di Latte (Kuhmilch-Mozzarella) oder Mozzarella di Bufala (Büffelmozzarella) die erste Wahl. Er schmilzt perfekt, wird nicht ölig und bildet eine cremige Schicht. Die richtige Menge ist entscheidend, um den Geschmack nicht zu überladen.
  • Der Ofen: Ein echter Steinofen, idealerweise ein Holzofen, der Temperaturen von 400 bis 500 Grad Celsius erreicht, ist unerlässlich für die authentische Pizza. Die hohe Hitze sorgt dafür, dass die Pizza in nur 60 bis 90 Sekunden perfekt backt, der Teig schnell aufgeht und die Ränder leicht verkohlen, was dem „Cornicione“ seine charakteristischen dunklen Flecken (Leopardenmuster) verleiht.
  • Die Beläge: Weniger ist oft mehr. Hochwertige, frische Zutaten, sparsam eingesetzt, sind der Schlüssel. Ob frischer Basilikum, scharfe Salami, Pilze oder Gemüse – die Qualität der einzelnen Komponenten macht den Unterschied.

Münchens Pizzerien: Wo der Teig tanzt und der Käse schmilzt

München bietet eine beeindruckende Auswahl an Pizzerien, die sich der Kunst der Pizza verschrieben haben. Von traditionellen Holzofenpizzen bis hin zu modernen Interpretationen – hier finden Sie für jeden Geschmack das Richtige. Basierend auf unseren Entdeckungen haben wir einige der besten Adressen für Sie zusammengetragen:

Piccola Italia an der Aberlestraße

Das Piccola Italia in Sendling ist ein wahrer Geheimtipp und wird von vielen als einer der besten Italiener der Stadt gehandelt. Hier stimmt einfach alles: der super nette Chef, der aufmerksame Service und natürlich das Essen. Auch wenn die fantastische Pasta mit schwarzem Trüffel oft im Vordergrund steht, bietet das Piccola Italia auch dutzende Spaghetti- und Pizza-Variationen auf der Karte. Hier finden sowohl Fleischliebhaber als auch Vegetarier eine reichhaltige Auswahl, und die wechselnde Tageskarte sorgt für Abwechslung. Eine Reservierung ist oft ratsam, um in den Genuss dieser authentischen italienischen Küche zu kommen.

Marta Trattoria

Schon beim Betreten der Marta Trattoria wird man von einem Gefühl von „Instant-Dolce-Vita“ ergriffen. Die Einrichtung ist ein Augenschmaus, doch das kulinarische Erlebnis übertrifft die Optik bei Weitem. Hier wird neapolitanische Pizza serviert, die mit Salsiccia und Steinpilzen belegt ist – ein Traum für jeden Pizza-Liebhaber. Aber auch Klassiker wie Vitello Tonnato oder hausgemachte Linguine mit Trüffel überzeugen auf ganzer Linie. Dazu ein guter Vino oder Aperitivo und schon fühlt man sich wie im Urlaub. Unter der Woche gibt es einen Business-Lunch, und am Wochenende lockt ein italienischer Brunch mit fluffigen Ricotta-Pancakes und dem „Strammen Maximiliano“. Auch das Julius Brantner Brot wird in verschiedenen Variationen angeboten.

Eataly in der Schrannenhalle

Eataly ist mehr als nur ein Restaurant; es ist eine Institution für mediterrane Lebensqualität. In der Schrannenhalle gelegen, bietet Eataly eine riesige Auswahl italienischer Köstlichkeiten. Man kann hier italienische Feinkost einkaufen, sie direkt vor Ort „schnabulieren“ oder in verschiedenen Kursen das „La Dolce Vita“ lernen. Obwohl Eataly ein breites Spektrum an italienischen Speisen anbietet, ist es die perfekte Anlaufstelle, um sich mit hochwertigen Zutaten für eine selbstgemachte Pizza einzudecken oder vor Ort eine der frisch zubereiteten Pizzen zu genießen, die die italienische Handwerkskunst widerspiegeln. Der Außenbereich und die verglaste Halle laden zu jeder Tageszeit zum Verweilen ein.

Villa Dante

Ein kleiner Ausflug an den Westfriedhof lohnt sich definitiv für einen Besuch in der Villa Dante. Hier erwartet Sie eine Holzofenpizza, die ihresgleichen sucht. Der Belag ist genau richtig – nicht zu viel, nicht zu wenig – und direkt aus dem mit Mosaik besetzten Holzofen. Die Pizzen ragen oft über den Tellerrand hinaus, daher sollte man unbedingt großen Hunger mitbringen. Die Preise sind top, und nach dem Essen kann man bei einem guten und günstigen Cocktail entspannen – im Winter in romantischer Atmosphäre hinter den großen Bogenfenstern, im Sommer unter alten Kastanien im Freien. Die Villa Dante ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine traditionelle Pizzeria mit Charme und Qualität überzeugt.

Neuhauser am Kurfürstenplatz

Mit Blick auf das lebhafte Treiben am Kurfürstenplatz bietet das vielseitige Neuhauser ein entspanntes Ambiente. Unter der Leitung des neuen Wirts Aytac Beycan hat sich das Restaurant mit einem frischen Pizza- und Pasta-Konzept etabliert. Wer es gerne scharf mag, ist hier genau richtig: Gleich mehrere Pizzen sind mit pikanter Salami oder Peperoni belegt. Doch auch klassische Caramelle in weißer Trüffelbuttersauce finden sich auf der Karte. Zum süßen Abschluss locken Crema Catalana oder Tiramisu. Die große Sonnenterrasse lädt nicht nur zum Schlemmen italienischer Klassiker ein, sondern auch zu einem ausgiebigen Frühstück, am Wochenende sogar bis 16 Uhr.

Passaparola in Schwabing

Das Passaparola ist der Italiener, den man sich in seinem Viertel wünscht. Hier gibt es gute Pizza, selbstgemachte Pasta und einen netten Service. Eine feine, etwas versteckte Terrasse lädt an lauen Abenden zu Vino und italienischen Leckereien ein. Auf der Pasta-Karte finden sich Italo-Träume wie Linguine mit Venusmuscheln oder Tagliolini mit schwarzem Trüffel, doch die Qualität der Pizza steht dem in nichts nach. Die Preise sind, besonders für Schwabing, mehr als fair. Das Passaparola betreibt übrigens auch einen zweiten Laden in Haidhausen, was für die Beliebtheit des Konzepts spricht.

Pizza-Vielfalt: Von Neapolitanisch bis Römer

Innerhalb der Pizzawelt gibt es regionale Unterschiede, die den Geschmack und die Textur maßgeblich beeinflussen. Die zwei bekanntesten Stile sind die neapolitanische und die römische Pizza:

MerkmalNeapolitanische PizzaRömische Pizza
TeigDicker, weicher, luftiger Rand (Cornicione), elastischDünner, knuspriger Boden, weniger Rand
BackzeitSehr kurz (60-90 Sekunden) bei hoher TemperaturLänger (2-4 Minuten) bei etwas niedrigerer Temperatur
OfenTraditionell Holzofen, sehr hohe TemperaturenHolzofen oder Elektroofen, etwas niedrigere Temperaturen
BelagSparsam, hochwertige Zutaten (San Marzano Tomaten, Mozzarella di Bufala)Vielfältiger, oft reichhaltiger belegt
FormRund, oft unregelmäßig, da handgeformtMeist perfekt rund oder auch rechteckig (Pizza al Taglio)
TexturWeich, saftig, leicht verdaulichKnusprig, "schaufelbar"

Beide Stile haben ihre Liebhaber, und in München finden Sie hervorragende Beispiele für beide Varianten. Die neapolitanische Pizza zeichnet sich durch ihren weichen, luftigen Rand und den saftigen Belag aus, während die römische Pizza mit ihrem dünnen, knusprigen Boden punktet, der oft auch reichhaltiger belegt wird.

Der perfekte Begleiter: Wein & Co.

Was wäre eine gute Pizza ohne den passenden Begleiter? Die Wahl des Getränks kann das Geschmackserlebnis noch verstärken. Traditionell wird in Italien zu Pizza oft ein leichtes, spritziges Bier getrunken, das die würzigen Aromen der Pizza gut ergänzt und den Gaumen erfrischt. Aber auch Weinliebhaber kommen auf ihre Kosten:

  • Rotwein: Ein leichter bis mittelschwerer Rotwein wie ein junger Chianti, ein Valpolicella oder ein Primitivo passt hervorragend zu Pizzen mit Fleisch (Salami, Prosciutto) oder reichhaltigeren Belägen. Ihre fruchtigen Noten und moderaten Tannine harmonieren gut mit den Tomaten- und Käsearomen.
  • Weißwein: Zu leichteren Pizzen mit Gemüse, Meeresfrüchten oder einfach nur Margherita eignen sich frische Weißweine wie ein Pinot Grigio oder ein Vermentino. Ihre Säure und Mineralität schneiden gut durch den Käse und ergänzen die frischen Zutaten.
  • Aperitivo: Vor dem Essen oder als leichter Begleiter zu einer einfachen Pizza ist ein Aperol Spritz oder ein Campari Soda eine erfrischende Wahl, die das italienische Lebensgefühl unterstreicht.
  • Wasser: Und natürlich darf auch ein gutes Mineralwasser nicht fehlen, um den Gaumen zwischen den Bissen zu neutralisieren und die Aromen voll zur Geltung kommen zu lassen.

Häufig gestellte Fragen zur Pizza

Um Ihre Pizzakenntnisse zu vertiefen und das Beste aus Ihrem Besuch in Münchens Pizzerien herauszuholen, beantworten wir einige häufig gestellte Fragen:

Was ist der Unterschied zwischen Fior di Latte und Mozzarella di Bufala?

Fior di Latte ist ein Mozzarella, der aus Kuhmilch hergestellt wird, während Mozzarella di Bufala aus Büffelmilch gewonnen wird. Büffelmozzarella hat in der Regel einen intensiveren, cremigeren Geschmack und eine zartere Textur als Fior di Latte. Beide sind hervorragend für Pizza geeignet, wobei Büffelmozzarella oft als die „authentischere“ Wahl für die neapolitanische Pizza gilt.

Warum ist der Teig mancher Pizzen so luftig und leicht?

Die Luftigkeit und Leichtigkeit des Teigs resultieren aus einer langen Gärzeit, oft über 24 Stunden, und der hohen Hitze im Holzofen. Während der langen Gärung entwickeln sich im Teig Aromen und eine Struktur, die ihn nach dem Backen besonders bekömmlich machen. Die extreme Hitze im Ofen lässt das Wasser im Teig schlagartig verdampfen, wodurch Blasen entstehen und der Teigrand (Cornicione) schnell aufbläht und außen knusprig wird, während er innen weich bleibt.

Gibt es auch glutenfreie Pizza in München?

Ja, immer mehr Pizzerien in München bieten glutenfreie Pizza an, um den Bedürfnissen von Gästen mit Glutenunverträglichkeit gerecht zu werden. Es ist jedoch ratsam, dies vorab telefonisch zu erfragen, da nicht alle Restaurants über separate Zubereitungsbereiche verfügen, um Kreuzkontaminationen vollständig auszuschließen.

Was bedeutet „Pizza al Taglio“?

„Pizza al Taglio“ bedeutet wörtlich „Pizza zum Schneiden“ und ist eine römische Spezialität. Diese Pizza wird auf großen, rechteckigen Blechen gebacken und dann in Stücke geschnitten und nach Gewicht verkauft. Der Teig ist oft etwas dicker und knuspriger als bei der runden neapolitanischen Pizza und wird mit einer Vielzahl von Belägen angeboten. Es ist eine beliebte Option für einen schnellen Snack oder ein Mittagessen.

Was ist ein Pizzaiolo?

Ein Pizzaiolo ist ein Pizzabäcker, der die Kunst der Pizzazubereitung meisterhaft beherrscht. Es ist ein traditionsreicher Beruf, der nicht nur technisches Können, sondern auch Leidenschaft und ein tiefes Verständnis für Zutaten und Prozesse erfordert. Ein guter Pizzaiolo kann den Teig perfekt formen, die Zutaten harmonisch kombinieren und die Pizza im Ofen ideal backen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Fazit: Ein Stück Italien in München

München mag zwar nicht am Mittelmeer liegen, doch die Stadt bietet eine beeindruckende Dichte an Pizzerien, die die italienische Tradition und Leidenschaft für dieses Kultgericht zelebrieren. Ob Sie auf der Suche nach einer authentischen neapolitanischen Pizza mit luftigem Rand sind, eine knusprige römische Variante bevorzugen oder einfach nur eine gute, ehrliche Pizza genießen möchten – in München werden Sie fündig. Die hier vorgestellten Restaurants sind nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was die Stadt zu bieten hat, aber sie alle teilen die Liebe zur italienischen Küche und die Hingabe an die perfekte Pizza. Begeben Sie sich auf Ihre eigene kulinarische Entdeckungsreise und finden Sie Ihr persönliches Lieblingsstück Italien in München!

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