Was ist bei Veganz zu beachten?

Tiefkühlpizza im Test: Genuss mit Schattenseiten

14/08/2019

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Die Tiefkühlpizza ist für viele ein Retter in der Not: schnell zubereitet, unkompliziert und oft ein Garant für einen leckeren Abend. Doch wie steht es wirklich um den Geschmack und vor allem um die Inhaltsstoffe dieser beliebten Fertiggerichte? Die renommierte Stiftung Warentest hat sich dieser Frage angenommen und 18 Salami-Tiefkühlpizzen sowie drei vegane Alternativen detailliert untersucht. Die Ergebnisse sind auf den ersten Blick erfreulich, offenbaren aber bei genauerem Hinsehen auch deutliche Schwachstellen, insbesondere im Hinblick auf die Gesundheit.

Was ist bei Veganz zu beachten?
Hier muss man beachten, dass die Firma Veganz einen großen Wert auf Nachhaltigkeit legt und das auch bei der Verpackung umsetzt. Leider kann ich nicht erkennen, woher die Lebensmittel kommen und ob sie konventionell angebaut werden oder nicht. Unabhängig davon fand ich den Geschmack nicht so überzeugend – da habe ich mir tatsächlich mehr erhofft.

Der Geschmack: Eine Überraschung auf dem Teller

Wenn es um den reinen Geschmack geht, schneiden Tiefkühlpizzen oft erstaunlich gut ab. Das bestätigt auch der aktuelle Test der Stiftung Warentest. Elf der insgesamt 21 getesteten Pizzen erhielten das Gesamturteil „gut“, und weitere zehn wurden immerhin noch mit „befriedigend“ bewertet. Besonders beeindruckend: Mit Ausnahme von nur zwei Ausreißern schmeckten alle Pizzen mindestens gut, und ganze sechs Produkte konnten im Geschmack sogar die Bestnote „sehr gut“ für sich verbuchen. Dies zeigt, dass Hersteller durchaus in der Lage sind, schmackhafte Tiefkühlpizzen zu produzieren, die den Gaumen verwöhnen können. Die Vorstellung, dass Fertigprodukte prinzipiell geschmacklich minderwertig sind, wird hier klar widerlegt. Doch der gute Geschmack hat oft seinen Preis – und dieser wird nicht immer auf den ersten Blick sichtbar.

Die Schattenseite: Salz, Fett und Kalorien im Fokus

Während der Geschmackstest viele positive Rückmeldungen lieferte, zeigte sich bei der Analyse der Inhaltsstoffe ein deutlich kritischeres Bild. Die Verbraucherexperten der Stiftung Warentest weisen eindringlich darauf hin, dass Tiefkühlpizzen oft „Unmengen an Fett und Salz“ enthalten. Insbesondere der Salzgehalt ist alarmierend: Testleiter Jochen Wettach erklärte, dass einige Pizzen im Test bereits mit einer einzigen Portion die empfohlene Tagesdosis an Salz überschreiten. Dies ist ein erhebliches Gesundheitsrisiko, denn übermäßiger Salzkonsum kann das Risiko für Bluthochdruck erhöhen, was wiederum zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt führen kann.

Aber nicht nur Salz, auch Fett und Kalorien sind ein Problem. Der Spitzenreiter im Kaloriengehalt brachte es im Test auf stolze 1079 Kilokalorien pro Pizza. Um dies zu verdeutlichen, rechnet der Lebensmittelchemiker vor: Eine 25- bis 51-jährige Frau, die sich wenig bewegt, hätte mit einer solchen Pizza mehr als die Hälfte ihres gesamten Tagesbudgets an Kalorien verbraucht. Dies macht deutlich, dass Tiefkühlpizza zwar eine schnelle Mahlzeit sein kann, aber in puncto Nährwertbilanz oft eine wahre Kalorienbombe darstellt, die bei regelmäßigem Konsum schnell zu einer unausgewogenen Ernährung führen kann.

Die Testsieger: Wer hat die Nase vorn?

Trotz der Kritik an den Inhaltsstoffen gab es klare Sieger im Test der Salami-Tiefkühlpizzen. Den ersten Platz teilen sich zwei Produkte, die beide das Gesamturteil „gut“ (2,2) erhielten:

  • Freda: Salami Sensation
  • Original Wagner: Die Backfrische Salami

Besonders hervorzuheben ist hierbei die Freda-Pizza, die im Geschmack sogar die Bestnote 1,0 erzielte. Dies unterstreicht einmal mehr die Diskrepanz zwischen Geschmack und Nährwertprofil, da auch diese Sieger-Pizza einen zu hohen Salzgehalt aufweist. Es zeigt sich, dass selbst die besten Produkte im Test nicht frei von den genannten Nachteilen sind.

Hier ist eine detaillierte Übersicht der Testergebnisse für Salami-Pizzen:

PlatzProduktUrteil (Note)
1Freda: Salami Sensationgut (2,2)
2Original Wagner: Die Backfrische Salamigut (2,2)
3Dr. Oetker: Pizza Tradizionale Salame Romanogut (2,3)
4Aldi: Pizz'ah – Steinofenpizza Salamigut (2,4)
5Alnatura: Pizza Salamigut (2,4)
6GiaPizza: Bio Pizza Salamigut (2,4)
7Original Wagner: Steinofen Salamigut (2,4)
8Bofrost: La Pizza con Salamegut (2,5)
9Kaufland: K-Classic Pizza aus dem Steinofen Edel Salamigut (2,5)
10Rewe: ja Salami Steinofen Pizzagut (2,5)
11Edeka: Gut & Günstig Steinofenpizza Edelsalamibefriedigend (2,6)
12Netto Marken-Discount: Mondo Italiano Steinofenpizza Edelsalamibefriedigend (2,6)
13Penny: Salamipizzabefriedigend (2,6)
14Dr. Oetker: Die Ofenfrische Salamibefriedigend (2,7)
15Eismann: Pizza Salamibefriedigend (2,7)
16Lidl: Trattoria Alfredo Steinofenpizza Salamibefriedigend (3,0)
17Dr. Oetker: Ristorante Pizza Salamebefriedigend (3,1)
18Gustavo Gusto: Steinofenpizza Salamebefriedigend (3,4)

Vegane Alternativen: Eine aufstrebende Kategorie

Auch vegane Tiefkühlpizzen wurden in den Test einbezogen, eine Kategorie, die im Zuge des wachsenden Interesses an pflanzlicher Ernährung immer relevanter wird. Hier die Ergebnisse:

PlatzProduktUrteil (Note)
1Kaufland: Take it Veggie Vegane Steinofenpizza mit herzhaftem Aufschnittgut (2,0)
2Dr. Oetker: Ristorante Pizza al Salame Veganobefriedigend (2,8)
3Lidl: Vemondo Vegane Steinofenpizza Typ Salamibefriedigend (2,8)

Die Kaufland-Pizza konnte sich hier mit einem „gut“ (2,0) als Testsieger in der veganen Kategorie durchsetzen. Interessanterweise enthalten Veggie-Pizzen laut Stiftung Warentest tendenziell mehr Zusatzstoffe als ihre fleischhaltigen Pendants, was ein weiterer Aspekt ist, den Verbraucher beim Kauf berücksichtigen sollten.

Der Nutri-Score: Eine trügerische Orientierung?

Ein immer häufiger auf Verpackungen zu findendes Kennzeichnungssystem ist der Nutri-Score, der durch eine Farbskala von A (sehr günstig) bis E (weniger günstig) eine schnelle Orientierung zum Nährwertprofil eines Produkts bieten soll. Die Stiftung Warentest kritisiert jedoch, dass der Nutri-Score bei Tiefkühlpizzen oft keine optimale Orientierung für Verbraucher bietet. Obwohl Pizzen häufig mit einem Nutri-Score von B oder C deklariert sind, was ein gutes bis mittelprächtiges Nährwertprofil signalisiert, liegt das Problem in der Berechnung. Der Nutri-Score bezieht sich lediglich auf 100 Gramm des Produkts und vergleicht dieses mit anderen Pizzen. Die Berechnung der Tester hingegen basiert auf einer ganzen Pizza als Portion, was die tatsächliche Nährwertaufnahme deutlich realistischer abbildet. Eine Pizza wiegt in der Regel weit mehr als 100 Gramm, und die meisten Menschen essen eine ganze Pizza auf einmal. Daher kann ein vermeintlich guter Nutri-Score auf 100g-Basis irreführend sein, wenn man die gesamte verzehrte Menge betrachtet.

Zusatzstoffe: Ein kleiner Lichtblick

Trotz der kritischen Bewertung bezüglich Salz, Fett und Kalorien gibt es einen kleinen Lichtblick: Die Salami-Pizzen im Test wiesen für ein Fertigprodukt vergleichsweise wenig Zusatzstoffe auf. Dies ist positiv zu bewerten, da eine Reduzierung von Zusatzstoffen im Allgemeinen als wünschenswert gilt. Vegane Pizzen enthalten hier jedoch tendenziell mehr Zusatzstoffe, was wohl auf die Notwendigkeit zurückzuführen ist, Textur und Geschmack der fehlenden tierischen Produkte zu imitieren.

Tipps für den bewussten Pizzagenuss

Angesichts der Testergebnisse stellt sich die Frage: Muss man auf Tiefkühlpizza verzichten? Keineswegs! Ein bewusster Umgang und einige einfache Tipps können helfen, den Genuss zu erhalten und gleichzeitig die gesundheitlichen Aspekte besser zu berücksichtigen:

  • Portionskontrolle: Wenn möglich, teilen Sie eine Pizza. Gerade bei den kalorienreichen Varianten ist eine halbe Pizza oft ausreichend, besonders wenn sie mit anderen Beilagen kombiniert wird.
  • Kombinieren Sie mit Frischem: Servieren Sie Ihre Tiefkühlpizza immer mit einem großen, frischen Salat. Dieser liefert wichtige Vitamine, Ballaststoffe und füllt den Magen, wodurch Sie weniger Pizza essen. Auch frische Gemüsesticks als Beilage sind eine gute Idee.
  • Pimpen Sie Ihre Pizza: Belegen Sie die Tiefkühlpizza vor dem Backen zusätzlich mit frischem Gemüse wie Paprika, Zwiebeln, Pilzen, Tomaten oder Spinat. Das erhöht den Nährwert und die Ballaststoffe. Auch frische Kräuter wie Basilikum oder Oregano verbessern den Geschmack und die Optik.
  • Salz bewusst reduzieren: Verzichten Sie darauf, zusätzliche Gewürze oder Salz auf die Pizza zu streuen. Beachten Sie, dass die meisten Pizzen bereits einen hohen Salzgehalt haben.
  • Nährwertangaben prüfen: Werfen Sie einen Blick auf die Nährwerttabelle auf der Verpackung. Achten Sie auf den Gehalt pro ganzer Pizza (nicht nur pro 100g) bei Salz, Fett und Kalorien, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.
  • Abwechslung ist der Schlüssel: Tiefkühlpizza sollte nicht zur täglichen Mahlzeit werden. Integrieren Sie sie als gelegentlichen Genuss in einen ansonsten ausgewogenen Speiseplan, der reich an frischem Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und magerem Eiweiß ist.
  • Ofentemperatur beachten: Backen Sie die Pizza immer bei der empfohlenen Temperatur in einem vorgeheizten Ofen. Das sorgt für eine knusprige Kruste und gleichmäßige Garung, was das Geschmackserlebnis verbessert und das Gefühl der Sättigung fördert.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Tiefkühlpizza

Ist Tiefkühlpizza gesund?
Im Allgemeinen ist Tiefkühlpizza aufgrund ihres hohen Gehalts an Salz, Fett und Kalorien nicht als gesundes Lebensmittel im Sinne einer ausgewogenen Ernährung zu betrachten. Sie kann jedoch in Maßen und als Teil eines abwechslungsreichen Speiseplans genossen werden.

Wie kann ich eine Tiefkühlpizza gesünder machen?
Sie können eine Tiefkühlpizza gesünder machen, indem Sie sie mit frischem Gemüse belegen, einen großen Salat dazu servieren und auf zusätzliche Käse- oder Wurstzutaten verzichten. Achten Sie auch auf die Portionsgröße.

Warum ist so viel Salz in Tiefkühlpizzen enthalten?
Salz wird in Tiefkühlpizzen aus mehreren Gründen verwendet: Es dient als Geschmacksverstärker, als Konservierungsmittel und trägt zur Textur des Teiges bei. Viele Hersteller nutzen Salz, um den Geschmack zu intensivieren und die Haltbarkeit zu verlängern.

Ist der Nutri-Score auf Tiefkühlpizzen verlässlich?
Laut Stiftung Warentest ist der Nutri-Score bei Tiefkühlpizzen nur bedingt verlässlich, da er sich auf 100 Gramm des Produkts bezieht und nicht auf eine ganze Pizza, die üblicherweise verzehrt wird. Dies kann ein trügerisches Bild des tatsächlichen Nährwertprofils vermitteln.

Gibt es eine „beste“ Tiefkühlpizza?
Der Test der Stiftung Warentest zeigt, dass es geschmacklich sehr gute Tiefkühlpizzen gibt. Die „beste“ Pizza hängt jedoch auch von individuellen Vorlieben ab. Wichtiger ist, die Nährwerte zu beachten und die Pizza bewusst zu genießen.

Sind vegane Tiefkühlpizzen gesünder?
Vegane Tiefkühlpizzen können eine Alternative sein, aber sie sind nicht automatisch gesünder. Auch sie können hohe Mengen an Salz, Fett und Kalorien enthalten. Zudem weisen sie oft mehr Zusatzstoffe auf als ihre fleischhaltigen Pendants. Ein Blick auf die Nährwertangaben ist auch hier unerlässlich.

Fazit: Genuss mit Weitblick

Die Testergebnisse der Stiftung Warentest verdeutlichen, dass Tiefkühlpizzen geschmacklich oft überzeugen, aber in puncto Gesundheit Vorsicht geboten ist. Hohe Gehalte an Salz, Fett und Kalorien sind ein wiederkehrendes Problem, das bei regelmäßigem Verzehr negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Dennoch muss niemand auf den schnellen Pizzagenuss verzichten. Ein bewusster Umgang mit diesen Fertigprodukten, die Beachtung der Nährwertangaben und die Kombination mit frischen, gesunden Beilagen ermöglichen es, Tiefkühlpizza als gelegentlichen Leckerbissen in einen ausgewogenen Speiseplan zu integrieren. Es geht nicht darum, sie zu verteufeln, sondern darum, sie mit Weitblick und Verantwortung zu genießen.

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