Was tun bei Histaminintoleranz?

Histaminintoleranz: Genuss ohne Reue

07/04/2021

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Für etwa 1 % der Bevölkerung ist es eine tägliche Herausforderung, oft unwissentlich: Die Histaminintoleranz. Diese Stoffwechselstörung kann sich in einer Vielzahl von Beschwerden äußern, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Von geröteter Haut über Kopfschmerzen bis hin zu Verdauungsstörungen – die Symptome sind vielfältig und oft unspezifisch, was die Diagnose erschwert. Doch die gute Nachricht ist: Obwohl die Histaminintoleranz nicht ursächlich heilbar ist, lassen sich die Symptome durch eine bewusste Ernährung und die richtige Lebensmittelauswahl hervorragend in den Griff bekommen. Dieser Artikel beleuchtet, welche Getränke, süßen und salzigen Snacks bei Histaminintoleranz sicher genossen werden können und worauf Betroffene besonders achten sollten, um ihren Alltag beschwerdefrei zu gestalten.

Welche Süßigkeiten sind histaminfrei?
Einige Süßigkeiten zählen ebenfalls zu den histaminfreisetzenden Lebensmitteln. Schokolade enthält zum Beispiel Tyramin, das wie Histamin zu den biogenen Aminen zählt und die Freisetzung von Histamin im Körper fördern kann. Auch Nougat und Marzipan sowie Bonbons, Gummibärchen und Lakritz führen möglicherweise zu Beschwerden.
Inhaltsverzeichnis

Was ist Histaminintoleranz und wie äußert sie sich?

Histamin ist ein natürlicher Botenstoff (Neurotransmitter), der im menschlichen Körper wichtige Funktionen übernimmt. Es ist unter anderem für die Abwehr körperfremder Stoffe zuständig, reguliert den Blutdruck, aktiviert die Verdauung und spielt eine Rolle beim Zellwachstum sowie im Schlaf-Wach-Rhythmus. Ein Teil des Histamins wird vom Körper selbst gebildet, der Großteil wird jedoch über die Nahrung aufgenommen.

Bei Menschen mit einer Histaminintoleranz – strenggenommen handelt es sich um eine Stoffwechselstörung und nicht um eine Allergie – ist der Abbau dieses Botenstoffs gestört. Der Grund dafür ist häufig ein Mangel an dem Enzym Diaminoxidase (DAO), dem Gegenspieler des Histamins. Wenn nicht genügend DAO-Enzyme vorhanden sind, kann das Histamin aus der Nahrung nicht ausreichend abgebaut werden und reichert sich im Körper an. Dies führt zu einer Vielzahl von Symptomen, die denen einer allergischen Reaktion ähneln können. Zu den häufigsten Beschwerden gehören:

  • Gerötete Haut und Juckreiz
  • Kopfschmerzen und Schwindelgefühle
  • Atembeschwerden, bisweilen Asthmaanfälle
  • Verdauungsstörungen wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall
  • Stark erhöhter oder verminderter Blutdruck
  • Herzrhythmusstörungen
  • Schleimhautreizungen (z.B. laufende Nase, Niesen)
  • Gelenkschmerzen und Erschöpfungszustände

Es ist wichtig zu betonen, dass diese Symptome auch andere Ursachen haben können. Daher sollte bei Verdacht auf Histaminintoleranz stets eine ärztliche Abklärung erfolgen, um eine fundierte Diagnose zu erhalten.

Getränke: Durstlöscher mit Bedacht wählen

Die Auswahl der richtigen Getränke spielt bei Histaminintoleranz eine besonders wichtige Rolle, da der Körper Histamin aus Flüssigkeiten relativ schnell und gut aufnimmt. Das bedeutet, dass histaminreiche Getränke oft rasch zu Beschwerden führen können.

Getränke, die gemieden werden sollten:

  • Alkoholische Getränke: Insbesondere Rotwein, aber auch Bier und Sekt sind bekannt für ihren hohen Histamingehalt. Sie sollten bei einer Histaminintoleranz unbedingt gemieden werden.
  • Kaffee, Schwarzer und Grüner Tee: Diese Getränke können, vor allem in größeren Mengen, Histamin freisetzen oder den Histaminabbau hemmen. Ein maßvoller Konsum von Kaffee kann bei manchen Betroffenen toleriert werden, während andere komplett darauf verzichten müssen. Grüner und schwarzer Tee sollten in der Regel gemieden werden.
  • Energy Drinks: Sie enthalten oft eine Vielzahl von Zusatzstoffen und Substanzen, die den Histaminspiegel beeinflussen können und sollten daher ebenfalls vermieden werden.
  • Bestimmte Fruchtsäfte: Säfte aus histaminreichen Früchten wie Orangen, Grapefruits, Kiwis oder Erdbeeren sind problematisch. Auch Säfte, die lange gelagert oder fermentiert wurden (z.B. manche Gemüsesäfte), können einen erhöhten Histamingehalt aufweisen.

Histaminarme Getränke: Was Sie bedenkenlos genießen können:

  • Wasser: Still oder mit Kohlensäure versetzt, ist Wasser die beste und sicherste Wahl für Menschen mit Histaminintoleranz.
  • Kräutertees: Viele Kräutertees sind gut verträglich, solange sie keine histaminfreisetzenden Kräuter enthalten. Kamille, Fenchel, Pfefferminze oder Rooibos sind oft gute Optionen.
  • Bestimmte Fruchtsäfte (frisch gepresst): Apfel- und Traubensaft aus frischen, gut verträglichen Früchten können in Maßen getrunken werden. Es ist entscheidend, dass die Säfte frisch gepresst und nicht lange gelagert wurden.
  • Pflanzliche Milchalternativen: Reis-, Hafer- und Kokosmilch sind in der Regel gut verträglich. Sojamilch kann problematisch sein und sollte gemieden werden.
  • Buttermilch und Joghurtgetränke: Obwohl Milchprodukte teils kritisch sind, werden Buttermilch und bestimmte Joghurtgetränke (ohne histaminreiche Fruchtzusätze) von manchen Betroffenen gut vertragen. Frischkäse und Mozzarella sind oft verträglicher als reifer Käse.

Die Faustregel lautet: Je frischer und unverarbeiteter das Getränk, desto besser ist es in der Regel verträglich. Selbstgemachte Smoothies aus histaminarmen Früchten und Gemüse sind ebenfalls eine gute Option.

Süße Genüsse trotz Histaminintoleranz: Was Naschkatzen wissen müssen

Für viele ist der Verzicht auf Süßigkeiten eine der größten Herausforderungen bei einer Histaminintoleranz. Leider sind viele beliebte Naschereien, insbesondere solche mit Schokolade, reich an Histamin oder enthalten Zutaten, die Histamin freisetzen.

Wie macht man eine Pizza ohne Histamin?
Hier ist meine Pizza ohne Histamin. 1. Aus Mehl, Backpulver, Quark, Joghurt, Milch, Öl und Salz einen Quark-Öl-Teig herstellen.2. Den Teig auf einem Backblech flach ausrollen.3. Creme Fraiche mit Gewürzen mischen und auf dem Teig verteilen. 4. Gemüse klein schneiden und auf die Pizza geben, danach mit Streukäse bedecken. 5.

Die rote Liste der süßen Sünden:

  • Schokolade und Kakao: Dunkle Schokolade und Kakao sind hoch histaminhaltig und sollten gemieden werden. Dies gilt auch für alle Produkte, die Schokolade enthalten, wie Dickmanns, duplo, giotto, Hanuta, alle Kinder-Schokolade-Produkte, Knoppers, Küsschen, Merci, Mon Chéri, Pocket Coffee, Raffaello, Rocher, Yogurette und Yes-Törtchen. Der Traum von einer Tafel Schokolade muss bei Histaminintoleranz oft begraben werden.
  • Bestimmte Früchte in Süßigkeiten: Produkte mit Erdbeeren, Himbeeren, Kiwis, Bananen oder Zitrusfrüchten sind ebenfalls problematisch.
  • Marmeladen: Insbesondere solche aus histaminreichen Früchten oder mit langen Koch- und Lagerzeiten.

Erlaubte süße Köstlichkeiten:

Die gute Nachricht ist, es gibt Alternativen! Auch wenn die Auswahl anfangs klein erscheinen mag, bieten sich einige Möglichkeiten für den süßen Genuss:

  • Kaubonbons: Einige Kaubonbons von Storck sind bekannt dafür, histaminarm zu sein. Dazu gehören beispielsweise Campino, California Früchte, Karamell Riesen, Kau-Früchtchen, Nimm 2 und Mamba. Sie bieten eine schnelle süße Befriedigung, auch wenn sie kein Schokoladen-Ersatz sind.
  • Desserts ohne Schokolade: Grießbrei, Milchreis und Pudding in schokoladefreien Geschmacksrichtungen, insbesondere mit Vanille, sind oft gut verträglich. Produkte wie Dr. Oetkers Creme Tiramisu (ohne Kakao), diverse Gala-Pudding-Produkte und Kirsch-Grütze können genossen werden. Auch Paradiescreme, Paradiespudding und Grießbrei-Varianten (Mandel und Vanille) sind oft unbedenklich.
  • Eiscreme: Die meisten Eissorten sind histaminarm, solange sie keine histaminreichen Zutaten wie Kakao, Nüsse (bestimmte Sorten) oder problematische Früchte enthalten. Vanilleeis, Milcheis oder Sorbet aus histaminarmen Früchten sind gute Optionen.
  • Joghurt und Milchprodukte: Naturjoghurt kann bei manchen Beschwerden verursachen, während Kefir oft besser vertragen wird. Fruchtjoghurt ist nur erlaubt, wenn keine histaminreichen Früchte wie Zitrusfrüchte, Ananas, Kiwi, Erdbeeren, Himbeeren oder Bananen untergemischt wurden. Honig ist bei Histaminintoleranz gut verträglich und kann verwendet werden, um geschmacksneutralen Joghurt zu süßen.

Herzhafte Snacks: Knabbereien für den Feierabend

Auch bei salzigen Snacks gibt es einiges zu beachten. Nüsse und Chips sind beliebte Begleiter für gemütliche Abende, doch nicht alle sind histaminarm.

Chips: Selbstgemacht ist oft die beste Wahl

Eine allgemeine Empfehlung für gekaufte Chips ist schwierig, da die Gewürzmischungen und Öle sehr unterschiedlich sein können und oft histaminfreisetzende oder -haltige Zutaten enthalten. Wer nicht auf den knusprigen Genuss verzichten möchte, kann sich mit selbstgemachten Chips behelfen. Kartoffeln sind bei Histaminintoleranz erlaubt und eignen sich hervorragend als Basis. Auch Sellerie, Zucchini und Rote Bete sind gut verträgliche Gemüsesorten, aus denen sich leckere Chips herstellen lassen. Bei den Gewürzen gilt: Reine Gewürze (z.B. Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß, Kräuter wie Rosmarin oder Thymian) sind fertigen Würzmischungen vorzuziehen, da diese oft versteckte problematische Inhaltsstoffe enthalten.

Nüsse: In Maßen genießen

Die gute Nachricht für Nussliebhaber: Die meisten Nussarten sind histaminarm und können in Maßen genossen werden. Dazu gehören Mandeln, Haselnüsse, Macadamia und Cashewkerne. Allerdings sollte man den Konsum nicht übertreiben, da Nüsse einen hohen Fettanteil haben. Erdnüsse und Walnüsse können bei manchen Betroffenen problematisch sein und sollten vorsichtig getestet oder gemieden werden.

Grundregeln für den Alltag mit Histaminintoleranz

Die Diagnose Histaminintoleranz bedeutet keineswegs einen lebenslangen Verzicht auf lukullische Genüsse. Vielmehr erfordert sie eine bewusste Auseinandersetzung mit der Ernährung und die Beachtung einiger Grundregeln, um den Histaminspiegel unterhalb der individuellen persönliche Toleranzgrenze zu halten.

  • Frische ist Trumpf: Die wichtigste Faustregel lautet: Je frischer ein Lebensmittel ist, desto weniger Histamin enthält es. Histamin bildet sich erst im Zuge des Reife- und Lagerungsprozesses. Daher sollten möglichst erntefrische, der Jahreszeit entsprechende Lebensmittel bevorzugt werden. Selbst Fisch, der als stark histaminhaltig gilt, kann in Maßen genossen werden, wenn er fangfrisch auf den Tisch kommt und sofort verarbeitet wird.
  • Schonende Zubereitung: Lebensmittel sollten möglichst wenig verarbeitet und schonend zubereitet werden. Lange Garzeiten oder das Aufwärmen von Speisen können den Histamingehalt erhöhen.
  • Kombinationen vermeiden: Oft genügt es schon, bestimmte Kombinationen von histaminreichen Lebensmitteln zu vermeiden. Wer zu einer Pizza mit Meeresfrüchten einen Paradeisersalat isst, Grapefruitsaft trinkt und sich danach eine Mousse au Chocolate genehmigt, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen starken Schub erleiden. Achten Sie darauf, nicht zu viele histaminhaltige Komponenten in einer Mahlzeit zu kombinieren.
  • Individuelle Toleranz: Jeder Mensch reagiert anders auf Histamin. Was der eine verträgt, kann beim anderen Symptome auslösen. Es ist hilfreich, ein Ernährungstagebuch zu führen, um die eigene Toleranzgrenze und individuelle Auslöser zu identifizieren.
  • Ärztliche Begleitung: Die Symptome einer Histaminintoleranz können denen anderer Erkrankungen ähneln. Eine gesicherte Diagnose durch einen Arzt ist unerlässlich, um andere Ursachen auszuschließen und eine passende Ernährungsberatung zu erhalten.

Vergleichstabelle: Histaminreiche vs. Histaminarme Optionen

Um Ihnen einen schnellen Überblick zu ermöglichen, haben wir eine Vergleichstabelle mit histaminreichen und histaminarmen Lebensmitteln und Getränken zusammengestellt:

Histaminreich (Vorsicht!)Histaminarm (Oft gut verträglich)
Reifer Käse (Parmesan, Emmentaler, alter Gouda, Schimmelkäse)Frischkäse, Mozzarella, Ricotta, Hüttenkäse, Joghurt (natur, vorsichtig testen), Buttermilch
Rotwein, Bier, SektWasser, Kräutertees, Reismilch, Hafermilch, Kokosmilch, frischer Apfel-/Traubensaft
Geräuchertes Fleisch, Salami, Schinken, LeberwurstFrisches und tiefgekühltes Fleisch (Rind, Schwein, Huhn, Pute)
Thunfisch, Makrele, Sardinen, Fischkonserven, nicht fangfrischer FischFrischer Fisch (außer oben genannte), frische Eier
Spinat, Tomaten, Auberginen, Avocado, eingelegtes GemüseKartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Kürbis, Radieschen, Brokkoli, Lauch, Zucchini, Gurken, grüner Salat, Spargel, Knoblauch, Mais, Rhabarber, Rote Rüben
Bananen, Birnen, Kiwi, Himbeeren, Erdbeeren, rote Pflaumen, ZitrusfrüchteÄpfel, Kirschen, Marillen, Pfirsiche, Heidelbeeren, Melonen, Mango, Johannisbeeren
Dunkle Schokolade, KakaoBestimmte Kaubonbons, Grießbrei, Milchreis, Vanillepudding, schokoladefreies Eis
Nüsse (insbesondere Walnüsse, Erdnüsse), scharfe Gewürze, KetchupMandeln, Haselnüsse, Macadamia, Cashewkerne (in Maßen), reine Gewürze (Salz, Pfeffer), Speisefette und Öle, Senf, Mayonnaise

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Histaminintoleranz

Um die wichtigsten Fragen rund um die Histaminintoleranz zu beantworten, haben wir hier eine kleine FAQ-Sektion für Sie zusammengestellt:

Ist Histaminintoleranz eine Allergie?

Nein, strenggenommen handelt es sich bei der Histaminintoleranz nicht um eine klassische Allergie. Während bei einer Allergie das Immunsystem überreagiert und Antikörper bildet, ist die Histaminintoleranz eine Stoffwechselstörung. Sie beruht auf einem Mangel oder einer verminderten Aktivität des Enzyms Diaminoxidase (DAO), das für den Abbau von Histamin im Darm zuständig ist. Die Symptome können zwar allergieähnlich sein, der zugrunde liegende Mechanismus ist jedoch ein anderer.

Wie macht man eine Pizza ohne Histamin?
Hier ist meine Pizza ohne Histamin. 1. Aus Mehl, Backpulver, Quark, Joghurt, Milch, Öl und Salz einen Quark-Öl-Teig herstellen.2. Den Teig auf einem Backblech flach ausrollen.3. Creme Fraiche mit Gewürzen mischen und auf dem Teig verteilen. 4. Gemüse klein schneiden und auf die Pizza geben, danach mit Streukäse bedecken. 5.

Kann man Histaminintoleranz heilen?

Eine ursächliche Heilung der Histaminintoleranz ist derzeit nicht bekannt. Da es sich um eine Enzymstörung handelt, liegt der Fokus der Behandlung auf der Symptomlinderung durch eine angepasste Ernährung. Das Ziel ist es, die Zufuhr von Histamin über die Nahrung so zu steuern, dass der Histaminspiegel im Körper unter der individuellen Toleranzgrenze bleibt. Bei Bedarf können Ärzte auch Histamin-Rezeptorblocker (Antihistaminika) oder DAO-Enzympräparate empfehlen, die vor histaminreichen Mahlzeiten eingenommen werden können, um den Abbau zu unterstützen.

Muss ich alle histaminreichen Lebensmittel dauerhaft meiden?

Nicht unbedingt. Es kommt darauf an, den Gesamthistaminspiegel unterhalb Ihrer persönlichen Toleranzgrenze zu halten. Das bedeutet, dass Sie möglicherweise nicht auf alle histaminreichen Lebensmittel verzichten müssen. Oft reicht es schon, besonders kritische Lebensmittel zu meiden oder bestimmte Kombinationen zu unterlassen. Viele Betroffene können kleine Mengen gut vertragen, solange sie nicht zu viele histaminreiche Speisen gleichzeitig konsumieren. Ein Ernährungstagebuch hilft dabei, Ihre individuellen Auslöser und Ihre persönliche Toleranzgrenze herauszufinden.

Warum sind frische Lebensmittel bei Histaminintoleranz so wichtig?

Frische Lebensmittel sind entscheidend, da sich Histamin in Nahrungsmitteln erst im Laufe des Reife-, Lagerungs- und Verarbeitungsprozesses bildet und anreichert. Je länger ein Lebensmittel gelagert wird, desto höher kann sein Histamingehalt sein. Das gilt insbesondere für leicht verderbliche Produkte wie Fisch, aber auch für gereifte Käsesorten oder fermentierte Lebensmittel. Durch den Verzehr von möglichst erntefrischen und schonend zubereiteten Lebensmitteln kann der Histamingehalt in der Nahrung deutlich reduziert werden.

Darf ich bei Histaminintoleranz Kaffee oder Tee trinken?

Kaffee und Tee können bei Histaminintoleranz problematisch sein, da sie Histamin freisetzen oder den Histaminabbau hemmen können. Schwarzer und grüner Tee werden oft schlecht vertragen und sollten gemieden werden. Bei Kaffee ist die Verträglichkeit individuell sehr unterschiedlich. Manche Betroffene können Kaffee in Maßen genießen, während andere komplett darauf verzichten müssen. Es empfiehlt sich, die Reaktion des eigenen Körpers genau zu beobachten. Als Alternative bieten sich histaminarme Kräutertees oder Wasser an.

Die Anpassung der Ernährung bei Histaminintoleranz mag zunächst überwältigend erscheinen, doch mit den richtigen Informationen und etwas Geduld lässt sich ein Speiseplan erstellen, der Genuss und Wohlbefinden vereint. Hören Sie auf Ihren Körper und suchen Sie bei Unsicherheiten stets den Rat eines Arztes oder einer Ernährungsfachkraft.

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