05/01/2020
Die Pizza Spinaci, oft unterschätzt, ist eine wahre Delikatesse und eine fantastische Möglichkeit, Farbe und Nährstoffe auf den Teller zu bringen. Sie bietet eine willkommene Abwechslung zu den klassischen Varianten und beweist, dass Grün auf Pizza einfach unwiderstehlich sein kann. Für alle, die den Sprung in die Welt des Pizzabackens wagen möchten, ist die Pizza Spinaci ein hervorragender Ausgangspunkt, da sie relativ einfach zuzubereiten ist und dennoch Raum für kreative Entfaltung bietet. Tauchen wir ein in die Kunst, eine grüne Köstlichkeit zu zaubern, die nicht nur gesund, sondern auch unglaublich schmackhaft ist.

- Die Magie des Spinats auf Pizza: Warum Spinaci?
- Der perfekte Teig: Schnell, einfach und lecker
- Spinat vorbereiten: Frische macht den Unterschied
- Der Belag: Geschmacksexplosion auf Grün
- Backen und Genießen: Der krönende Abschluss
- Variationen und kreative Ergänzungen für Ihre Pizza Spinaci
- Frischer Spinat vs. Tiefkühlspinat für Pizza
- Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Pizza Spinaci
Die Magie des Spinats auf Pizza: Warum Spinaci?
Spinat ist nicht nur gesund, sondern verleiht der Pizza eine einzigartige Textur und einen erdigen Geschmack, der hervorragend mit Käse, Knoblauch und Tomaten harmoniert. Die Zubereitung von Spinat für die Pizza ist entscheidend, um ein optimales Ergebnis zu erzielen und eine wässrige Pizza zu vermeiden. Viele schrecken davor zurück, weil sie befürchten, der Spinat könnte die Pizza durchweichen. Doch mit den richtigen Schritten wird Ihr Spinatbelag zum Highlight!
Frischen Blattspinat zu verwenden, ist für die Pizza Spinaci die beste Wahl. Er bietet ein kräftigeres Aroma und eine schönere Optik als tiefgekühlter Spinat. Doch auch Tiefkühlspinat kann eine gute Alternative sein, wenn er korrekt vorbereitet wird. Der Schlüssel liegt in der gründlichen Reinigung und dem Entzug überschüssiger Feuchtigkeit. Dieser Schritt ist absolut entscheidend, denn Nässe ist der größte Feind einer knusprigen Pizza.
Der perfekte Teig: Schnell, einfach und lecker
Für eine hausgemachte Pizza Spinaci beginnen wir mit einem einfachen und schnell zubereiteten Quark-Öl-Teig. Dieser Teig ist eine wunderbare Alternative zum traditionellen Hefeteig, da er keine lange Gehzeit benötigt und sofort verarbeitet werden kann. Das macht ihn ideal für spontane Backaktionen oder wenn es mal schnell gehen muss, ohne auf Qualität und Geschmack zu verzichten.
Nehmen Sie eine große Backschüssel zur Hand. Geben Sie 150 g Magerquark hinein. Quark verleiht dem Teig eine besondere Geschmeidigkeit und eine leicht säuerliche Note, die hervorragend zum Spinat passt. Fügen Sie anschließend 50 ml Sonnenblumenöl und 3 Esslöffel Milch hinzu. Rühren Sie diese flüssigen Zutaten mit einem Schneebesen kräftig durch, bis eine homogene Masse entsteht. Der Quark sollte sich gut mit Öl und Milch verbinden.
Nun kommen die Geschmacksgeber hinzu: 1/2 Teelöffel Zucker, 1 Teelöffel Meersalz und ein Ei. Der Zucker hilft, den Geschmack auszugleichen und fördert eine schöne Bräunung des Teiges. Das Ei bindet die Zutaten und sorgt für zusätzliche Elastizität. Rühren Sie die Masse erneut gut durch, bis alle Zutaten vollständig integriert sind.
In einer separaten Schüssel mischen Sie 300 g Weizenmehl mit einem Päckchen Backpulver. Das Backpulver ist hier der Triebmittel-Ersatz für die Hefe und sorgt dafür, dass der Teig schön aufgeht und eine luftige Textur erhält. Sie können das Mehl optional sieben, um Klümpchen zu vermeiden, es ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Die Hälfte des Mehl-Backpulver-Gemischs rühren Sie nun kräftig mit einem Schneebesen unter die feuchte Teigmasse. Sobald diese Hälfte eingearbeitet ist, kneten Sie die restliche Mehlmenge mit den Händen unter. Kneten Sie den Teig so lange, bis er geschmeidig ist und nicht mehr an den Händen klebt. Sollte der Teig noch zu klebrig sein, können Sie löffelweise etwas mehr Mehl hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Stellen Sie den fertig gekneteten Teig anschließend für mindestens 60 Minuten kalt. Diese Ruhezeit im Kühlschrank ist wichtig, damit sich die Zutaten verbinden können und der Teig sich später besser ausrollen lässt. In dieser Zeit können Sie sich um die Vorbereitung der weiteren Zutaten kümmern.
Spinat vorbereiten: Frische macht den Unterschied
Während der Teig ruht, widmen wir uns dem Herzstück der Pizza: dem Spinat. Wie bereits erwähnt, ist die richtige Vorbereitung entscheidend, um eine wässrige Pizza zu vermeiden und den vollen Geschmack des Spinats zur Geltung zu bringen.
Verwenden Sie für Ihre selbst gemachte Pizza Spinaci idealerweise 1 1/2 kg frischen Blattspinat. Beginnen Sie damit, den Spinat gründlich zu waschen und zu putzen. Entfernen Sie dabei Stiele und welk aussehende Blätter. Mehrfaches Waschen unter fließendem Wasser ist ratsam, um jeglichen Sand oder Schmutz zu entfernen, der sich zwischen den Blättern verstecken könnte.
Anschließend blanchieren Sie den Spinat. Bringen Sie dazu einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen. Geben Sie den gewaschenen Spinat portionsweise in das kochende Wasser und lassen Sie ihn für etwa 2 Minuten kochen. Der Spinat wird dabei stark zusammenfallen und seine leuchtend grüne Farbe intensivieren. Das Blanchieren hat mehrere Vorteile: Es reduziert das Volumen des Spinats erheblich, macht ihn weicher und entfernt Bitterstoffe.
Nach dem Blanchieren ist der nächste Schritt von größter Bedeutung: das Abschrecken und gründliche Abtropfen. Nehmen Sie den Spinat mit einer Schaumkelle aus dem kochenden Wasser und schrecken Sie ihn sofort mit kaltem Wasser ab. Dies stoppt den Garprozess und hilft, die schöne grüne Farbe zu erhalten. Danach geben Sie den Spinat in ein Sieb und lassen ihn sehr gut abtropfen. Dieser Schritt kann nicht genug betont werden! Drücken Sie den Spinat mit einem Löffel oder den Händen kräftig aus, um so viel Flüssigkeit wie möglich zu entfernen. Sie können ihn auch in ein sauberes Küchentuch geben und fest auswringen. Je trockener der Spinat, desto knuspriger wird Ihre Pizza.
Der Belag: Geschmacksexplosion auf Grün
Nachdem der Teig gekühlt und der Spinat vorbereitet ist, ist es Zeit, die Pizza zusammenzusetzen. Heizen Sie den Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vor. Fetten Sie ein Backblech mit etwas Margarine ein. Ein Backpinsel oder ein Papierküchentuch eignen sich gut dafür. Alternativ können Sie auch Backpapier verwenden.
Nehmen Sie den Teig aus dem Kühlschrank und rollen Sie ihn auf dem vorbereiteten Backblech mit einem Nudelholz aus. Versuchen Sie, eine gleichmäßige Dicke zu erreichen. Die Ecken lassen sich gut mit den Händen glatt streichen und in Form bringen. Der Teig sollte den Großteil des Backblechs bedecken.
Nun verteilen Sie gleichmäßig 5 Esslöffel Tomatenmark auf dem Teig. Sie können dafür einen Löffel oder einen Pinsel verwenden. Das Tomatenmark bildet die Basis und sorgt für eine fruchtige Note. Anschließend hacken Sie zwei Knoblauchzehen fein und streuen den gehackten Knoblauch auf das Tomatenmark. Knoblauch ist ein unverzichtbarer Partner für Spinat und verleiht der Pizza eine herrliche Würze.
Verteilen Sie nun den gut abgetropften Spinat gleichmäßig auf der Pizza. Achten Sie darauf, dass der Spinat nicht zu dick geschichtet wird, damit er gut durchbacken kann.
Jetzt kommt die Würze: Bestreuen Sie die Pizza mit etwas Salz, Pfeffer, Basilikum und vor allem mit einer Prise Muskat. Muskatnuss ist der Geheimtipp für Spinatgerichte, da sie den Geschmack des Spinats wunderbar unterstreicht und abrundet. Streuen Sie anschließend einen Esslöffel Oregano und einen Teelöffel Thymian auf die Pizza Spinaci. Diese Kräuter verleihen der Pizza ein mediterranes Aroma.
Schneiden Sie fünf mittelgroße Tomaten in feine Scheiben und legen Sie diese dekorativ auf den Spinat. Die Tomatenscheiben sorgen nicht nur für zusätzliche Farbe und Frische, sondern auch für eine saftige Komponente.
Zum Schluss würzen Sie die Pizza Spinaci nochmals leicht mit etwas Knoblauchpulver (optional, falls Sie einen intensiveren Knoblauchgeschmack wünschen) und streuen den Käse großzügig darüber. Mozzarella ist hier die klassische Wahl, da er gut schmilzt und Fäden zieht, aber auch Gouda, Emmentaler oder eine Mischung aus verschiedenen Käsesorten eignen sich hervorragend.
Backen und Genießen: Der krönende Abschluss
Die vorbereitete Pizza kommt nun in den auf 220 Grad vorgeheizten Ofen. Lassen Sie die selbst gemachte Pizza für etwa 30 bis 40 Minuten backen. Die genaue Backzeit kann je nach Ofen variieren. Achten Sie darauf, dass der Käse goldbraun geschmolzen ist und der Rand des Teiges schön knusprigen und leicht gebräunt ist. Sollte der Rand zu schnell bräunen, können Sie ihn locker mit Alufolie abdecken. Sobald die Pizza fertig ist, nehmen Sie sie aus dem Ofen, lassen Sie sie kurz abkühlen und schneiden Sie sie in Stücke. Guten Appetit!
Variationen und kreative Ergänzungen für Ihre Pizza Spinaci
Die Pizza Spinaci ist wunderbar vielseitig und lässt sich mit verschiedenen Zutaten an Ihren Geschmack anpassen. Hier sind einige Ideen, um Ihre Spinatpizza auf das nächste Level zu heben:
- Käsevielfalt: Probieren Sie neben Mozzarella auch Feta-Käse, Ricotta-Kleckse oder Gorgonzola. Feta und Gorgonzola verleihen eine pikante Note, während Ricotta eine cremige Textur hinzufügt.
- Proteine: Ergänzen Sie die Pizza mit gekochtem Schinken, Salami, gebratenen Speckwürfeln oder gegrilltem Hähnchenbruststreifen für eine herzhaftere Variante.
- Gemüse-Booster: Geschnittene Champignons, rote Zwiebelringe, Artischockenherzen oder getrocknete Tomaten passen hervorragend zu Spinat und Tomaten.
- Scharfe Note: Wer es gerne scharf mag, kann ein paar Chiliflocken über den Belag streuen.
- Ei: Ein aufgeschlagenes Ei, das kurz vor Ende der Backzeit auf die Pizza gegeben wird, kann ein köstliches Extra sein, das perfekt zum Spinat passt.
Frischer Spinat vs. Tiefkühlspinat für Pizza
Obwohl frischer Spinat oft bevorzugt wird, ist Tiefkühlspinat eine praktische Alternative. Hier ist ein Vergleich, der Ihnen bei der Entscheidung helfen kann:
| Merkmal | Frischer Blattspinat | Tiefkühlspinat (Blatt oder gehackt) |
|---|---|---|
| Geschmack | Kräftiger, erdiger, frischer | Milder, oft leicht metallischer |
| Textur | Fester, bissfester nach dem Blanchieren | Weicher, kann matschiger werden, wenn nicht gut abgetropft |
| Vorbereitung | Waschen, putzen, blanchieren, abschrecken, sehr gut ausdrücken | Auftauen, sehr gut ausdrücken (oft noch mehr Flüssigkeit) |
| Verfügbarkeit | Saisonal besser, aber ganzjährig erhältlich | Ganzjährig verfügbar, lange haltbar |
| Kosten | Tendenz tendenziell höher | Günstiger, besonders in größeren Mengen |
| Empfehlung für Pizza | Bevorzugt, wenn Zeit und Aufwand kein Problem sind, für beste Qualität | Gute Alternative für schnelle Zubereitung, erfordert aber extrem gründliches Entwässern |
Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Pizza Spinaci
Hier beantworten wir einige der häufigsten Fragen rund um die Zubereitung von Pizza Spinaci:
F: Kann ich auch Tiefkühlspinat verwenden und wie bereite ich ihn vor?
A: Ja, Tiefkühlspinat ist eine gute Alternative. Lassen Sie ihn vollständig auftauen (am besten über Nacht im Kühlschrank oder in der Mikrowelle auf der Auftaustufe). Danach ist es absolut entscheidend, ihn extrem gut auszudrücken, um überschüssiges Wasser zu entfernen. Drücken Sie ihn in einem Sieb oder einem sauberen Küchentuch aus, bis keine Flüssigkeit mehr austritt. Ein feuchter Spinat ist der häufigste Grund für eine matschige Pizza.
F: Wie vermeide ich, dass meine Pizza Spinaci matschig wird?
A: Das A und O ist das gründliche Entwässern des Spinats. Egal ob frisch oder tiefgekühlt, der Spinat muss so trocken wie möglich sein, bevor er auf die Pizza kommt. Auch eine dünne Schicht Tomatenmark und nicht zu viel Käse können helfen. Stellen Sie sicher, dass Ihr Ofen gut vorgeheizt ist und die Pizza auf einem heißen Blech oder Pizzastein gebacken wird, um eine schnelle und knusprige Basis zu gewährleisten.
F: Welche Käsesorten passen am besten zu Pizza Spinaci?
A: Mozzarella ist der Klassiker für Pizza und schmilzt wunderbar. Aber auch würziger Feta, cremiger Ricotta (in Klecksen verteilt), geriebener Parmesan oder eine Mischung aus Gouda und Emmentaler harmonieren hervorragend mit Spinat. Experimentieren Sie, um Ihre Lieblingskombination zu finden!
F: Kann ich den Teig vorbereiten und aufbewahren?
A: Ja, der Quark-Öl-Teig kann nach dem Kneten auch länger als 60 Minuten im Kühlschrank aufbewahrt werden, idealerweise in Frischhaltefolie gewickelt, um ein Austrocknen zu verhindern. Er hält sich dort 1-2 Tage. Sie können ihn auch portionsweise einfrieren und bei Bedarf auftauen lassen.
F: Ist Pizza Spinaci gesund?
A: Im Vergleich zu vielen Fleischpizzen ist Pizza Spinaci oft eine leichtere und nährstoffreichere Option, insbesondere durch den hohen Vitamingehalt des Spinats. Mit einem Quark-Öl-Teig und frischen Zutaten ist sie eine ausgewogene Mahlzeit. Achten Sie auf die Menge des Käses, um den Kaloriengehalt zu kontrollieren.
Mit dieser grünen Abwechslung überzeugen Sie auch diejenigen, die Spinat normalerweise nicht gerne essen. Denn auf dieser leckeren, selbst gemachten Pizza bekommt der gute Geschmack von Spinat seinen Höhepunkt. Es ist die perfekte Kombination aus Einfachheit, Geschmack und gesunden Zutaten, die diese Pizza zu einem wahren Highlight macht. Probieren Sie es aus und genießen Sie Ihre selbstgemachte Pizza Spinaci!
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