Was ist die berühmteste Pizza in Italien?

Pizza Margherita: Italiens berühmteste Delikatesse

05/09/2021

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Haben Sie sich jemals gefragt, woher die Pizza eigentlich stammt? Dieses köstliche Gericht, das weltweit so viele Herzen erobert hat, blickt auf eine lange und facettenreiche Geschichte zurück. Von bescheidenen Anfängen als einfacher Fladen im antiken Mittelmeerraum bis hin zum globalen Phänomen, das wir heute kennen, hat die Pizza eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht. Doch inmitten all dieser Vielfalt gibt es eine Variante, die wie keine andere für die italienische Pizzakultur steht und als die berühmteste Pizza Italiens gilt: die Pizza Margherita. Lassen Sie uns gemeinsam auf eine spannende Reise gehen, um die Ursprünge der Pizza zu ergründen und das Geheimnis der Königin aller Pizzen zu lüften.

Was ist die berühmteste Pizza in Italien?
Du hast bestimmt schon mal von der Pizza Margherita gehört, einer der berühmtesten Pizzen Italiens. Sie ist der Inbegriff der italienischen Küche und wurde bereits 1780 erfunden. Damals wurde sie von dem italienischen Koch Raffaele Esposito gebacken und zu Ehren der Königin Margherita serviert, die seine Pizzen sehr zu schätzen wusste.

Die Vorstellung, dass die Pizza, wie wir sie heute kennen, ihren Ursprung in Italien hat, ist weit verbreitet und im Grunde auch richtig. Doch die Geschichte ist komplexer, als man auf den ersten Blick meinen könnte. Archäologische Funde und historische Aufzeichnungen deuten darauf hin, dass bereits in der Antike, lange vor der Entstehung des modernen Italiens, im gesamten Mittelmeerraum flache Brote oder Kuchen gebacken wurden. Kulturen wie die Etrusker, Griechen und Römer stellten einfache Teigfladen aus Mehl, Wasser und Salz her, die oft auf heißen Steinen am offenen Feuer gebacken wurden. Diese frühen Fladen wurden dann mit saisonalen Zutaten wie Gemüse, Käse oder Olivenöl belegt und können als die Vorfahren der heutigen Pizza betrachtet werden.

Inhaltsverzeichnis

Die Geburt der modernen Pizza: Neapel als Wiege

Während die Idee des belegten Fladenbrots also uralt ist, entstand die moderne Pizza, so wie wir sie heute schätzen, erst im 18. Jahrhundert in der lebhaften Stadt Neapel. Neapel war damals eine brodelnde Metropole voller Kreativität und kulinarischer Innovation. Hier begann man, Tomatensoße auf die flachen Brote zu streichen und sie mit Käse und anderen Zutaten zu belegen. Diese Entwicklung war entscheidend, denn die Tomate, die erst nach der Entdeckung Amerikas nach Europa kam, wurde zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Pizza.

Neapel gilt daher zu Recht als die Wiege der Pizza. Die Pizzaioli, die Pizzabäcker der Stadt, entwickelten im Laufe der Zeit eine einzigartige Kunst der Pizzazubereitung, die bis heute weltweit bewundert wird. Bereits im 18. Jahrhundert gab es in Neapel zahlreiche „Pizzerie“, in denen dieses einfache, aber nahrhafte Gericht für die Bevölkerung zubereitet wurde. Ein Meilenstein war die Gründung der Antica Pizzeria Port’Alba im Jahr 1738, die später, im Jahr 1830, als erste Pizzeria-Osteria Italiens Geschichte schrieb und noch heute ein beliebter Treffpunkt für Pizzaliebhaber ist.

Die Königin der Pizzen: Die Geschichte der Pizza Margherita

Die berühmteste Pizza Italiens, ja vielleicht der ganzen Welt, ist zweifellos die Pizza Margherita. Ihre Entstehung ist nicht nur eine kulinarische, sondern auch eine königliche Geschichte, die sich im Jahr 1889 zutrug. Der Legende nach besuchte König Umberto I. mit seiner Gattin Königin Margherita von Savoyen Neapel. Die Königin, neugierig auf die lokale Spezialität, wünschte sich eine Pizza zu probieren.

Der renommierte Pizzabäcker Raffaele Esposito von der Pizzeria Brandi wurde beauftragt, drei verschiedene Pizzen für das königliche Paar zuzubereiten. Eine dieser Kreationen sollte sich als unsterblich erweisen: Eine Pizza, belegt mit Tomaten (Rot), Mozzarella (Weiß) und frischem Basilikum (Grün). Diese Farben waren eine bewusste Hommage an die italienische Nationalflagge. Königin Margherita war von dieser schlichten, doch geschmackvollen Pizza so begeistert, dass Esposito sie ihr zu Ehren „Pizza Margherita“ nannte. Seit diesem königlichen „Pizza-Geburtstag“ im Jahr 1889 ist die Pizza Margherita der Inbegriff der italienischen Pizzakunst und ein Symbol für die Einheit Italiens geworden. Ihre Popularität ist ungebrochen und begeistert bis heute unzählige Pizzaliebhaber weltweit.

Die Verbreitung und Vielfalt der Pizza weltweit

Von Neapel aus trat die Pizza ihren Siegeszug an. Zunächst verbreitete sie sich in ganz Italien, dann, insbesondere durch italienische Auswanderer, in der ganzen Welt. Jede Region und jedes Land, in dem die Pizza ankam, passte sie an lokale Geschmäcker und verfügbare Zutaten an, wodurch eine unglaubliche Vielfalt an Pizzavariationen entstand. Während die klassische neapolitanische Pizza oft durch ihre wenigen, aber hochwertigen Zutaten und den weichen, luftigen Teig besticht, gibt es heute unzählige Interpretationen.

In den USA beispielsweise wurde die Pizza in den 1950er Jahren durch Persönlichkeiten wie Ike Sewell, der 1948 die Pizzeria Uno gründete und den Pizzafertigteig „Roman Pizza Mix“ auf den Markt brachte, zu einem Kultgericht. Sewell trug maßgeblich dazu bei, dass die Pizza in Amerika populär wurde und sich von einem Nischengericht zu einem der beliebtesten Speisen überhaupt entwickelte. Auch ungewöhnlichere Kreationen wie die Pizza Hawaii, die 1962 vom kanadischen Gastronomen Sam Panopoulos erfunden wurde und Ananas sowie Schinken kombiniert, haben ihren festen Platz gefunden, auch wenn sie in Italien oft für Diskussionen sorgt.

Vergleich: Pizza und ähnliche Fladenbrote

Die Pizza ist nicht das einzige Fladenbrotgericht der Welt. Viele Kulturen haben ähnliche Speisen entwickelt, die die Vielfalt der belegten Teigfladen verdeutlichen:

GerichtHerkunftTypische ZutatenZubereitung
PizzaItalien (Neapel)Tomatensoße, Mozzarella, Basilikum (Margherita); vielfältige weitere BelägeIm Ofen gebacken, runder Teigboden
FlammkuchenElsass (Deutschland/Frankreich)Sauerrahm, Zwiebeln, SpeckIm Ofen auf dünnem Teig gebacken
Lahmacun (Türkische Pizza)TürkeiHackfleischpaste mit Zwiebeln und GewürzenAuf einem heißen Stein im Ofen gebacken, oft gerollt gegessen
PitaMittelmeerraum, Naher OstenLeerer Fladen, oft als Beilage oder zum FüllenIm Ofen gebacken, bläht sich auf

Die Kunst der Zubereitung: Original italienische Zutaten und hilfreiche Werkzeuge

Für eine authentische italienische Pizza sind hochwertige Zutaten entscheidend. Der Teig, bestehend aus Mehl, Wasser, Hefe und Salz, sollte auf natürliche Weise zubereitet werden und genügend Zeit zum Gehen haben, um seine perfekte Konsistenz zu entwickeln. Bei der Tomatensoße schwören Kenner auf San Marzano Tomaten, die einen einzigartigen, süßlichen Geschmack besitzen. Der Käse der Wahl ist traditionell frischer Mozzarella, der beim Backen herrlich schmilzt und eine cremige Textur verleiht. Basilikum rundet das Geschmackserlebnis ab.

Wer seine Pizza selbst zubereiten möchte, profitiert von den richtigen Küchenutensilien. Es gibt spezielle Werkzeuge, die das Pizzabacken und -schneiden erleichtern:

  • Pizzaschneider: Dieses praktische Werkzeug, oft mit einem runden, scharfen Rad ausgestattet, ermöglicht ein müheloses und sauberes Schneiden der gebackenen Pizza. Es gleitet leicht durch den knusprigen Teig und die Beläge, ohne sie zu zerreißen.
  • Pizzarad: Synonym zum Pizzaschneider, betont es die Radform, die für eine effiziente Schnittführung sorgt. Es ist ideal, um Pizza in gleichmäßige Stücke zu teilen.
  • Pizzamesser: Eine Alternative zum Pizzaschneider, oft ein großes, gebogenes Messer, das in einer Wiegebewegung verwendet wird, um die Pizza zu zerteilen. Es ist besonders nützlich für sehr große Pizzen oder wenn man eine andere Schnitttechnik bevorzugt.

Ob auf einem Blech, einer Pizza-Auflaufform oder einem Pizzastein im Ofen zubereitet – mit den richtigen Zutaten und Werkzeugen können Sie zu Hause eine köstliche Pizza zaubern, die dem Original in nichts nachsteht.

Berühmte Orte der Pizzageschichte

Neben Neapel gibt es noch andere Orte, die in der Geschichte der Pizza eine besondere Rolle spielen:

  • Antica Pizzeria Port’Alba, Neapel: Wie bereits erwähnt, ist dies die erste Pizzeria-Osteria Italiens, die bereits im 18. Jahrhundert Pizzen anbot und 1830 offiziell als Pizzeria gegründet wurde. Sie ist ein lebendiges Denkmal der Pizzageschichte.
  • Sabbie di Capri, Würzburg: Ein Stück italienische Geschichte in Deutschland. Am 24. März 1952 eröffnete das Sabbie di Capri in der Elefantengasse im Würzburger Stadtbezirk Altstadt und gilt als die älteste Pizzeria Deutschlands. Ein Ort, an dem seit Jahrzehnten Pizza-Liebhaber aus allen Teilen Deutschlands authentische italienische Küche genießen können.

Häufig gestellte Fragen zur Pizza

Um die wichtigsten Aspekte rund um die Pizza noch einmal zusammenzufassen, beantworten wir hier einige häufig gestellte Fragen:

F: Was ist die berühmteste Pizza in Italien?
A: Die berühmteste Pizza in Italien ist zweifellos die Pizza Margherita. Sie wurde 1889 in Neapel zu Ehren von Königin Margherita von Savoyen kreiert und zeichnet sich durch ihre einfachen, aber symbolträchtigen Zutaten aus: Tomaten (rot), Mozzarella (weiß) und Basilikum (grün), die die Farben der italienischen Flagge repräsentieren.

F: Woher stammt die Pizza ursprünglich?
A: Die modernen Pizza, wie wir sie heute kennen, stammt ursprünglich aus Neapel, Italien. Ihre Vorläufer, flache belegte Brote, gab es jedoch schon im antiken Mittelmeerraum bei Kulturen wie den Etruskern, Griechen und Römern.

F: Sind alle Pizzen aus Italien?
A: Während die traditionelle und berühmteste Pizza ihren Ursprung in Italien hat, gibt es heute unzählige Pizzavarianten weltweit, die an lokale Geschmäcker angepasst wurden. Viele dieser Varianten, wie beispielsweise die Pizza Hawaii, stammen nicht aus Italien.

F: Was sind die wichtigsten Zutaten für eine authentische italienische Pizza?
A: Die Grundlage bildet ein einfacher Teig aus Mehl, Wasser, Hefe und Salz. Für den Belag sind hochwertige San Marzano Tomaten für die Soße und frischer Mozzarella Käse unerlässlich. Frisches Basilikum rundet den Geschmack ab.

F: Wann wurde die Pizza Margherita erfunden?
A: Die Pizza Margherita wurde der Legende nach im Jahr 1889 in Neapel von Raffaele Esposito kreiert und Königin Margherita von Savoyen gewidmet.

Fazit

Die Pizza ist weit mehr als nur ein einfaches Gericht; sie ist ein Stück Geschichte, Kultur und Leidenschaft. Ihre Reise begann vor Jahrtausenden als bescheidener Fladen und mündete in die Entwicklung der modernen Pizza in Neapel. Die Pizza Margherita steht dabei als leuchtendes Beispiel für die italienische Pizzakunst und ist zu Recht die berühmteste Pizza Italiens. Sie verkörpert die Einfachheit und den Reichtum der italienischen Küche in Perfektion. Ob Sie nun eine traditionelle Margherita genießen oder eine der unzähligen modernen Variationen probieren – jedes Stück Pizza erzählt eine Geschichte und verbindet uns mit einer kulinarischen Tradition, die die Welt erobert hat. Die Pizza ist und bleibt ein universelles Lieblingsgericht, dessen italienisches Erbe unverkennbar ist und uns jedes Mal aufs Neue begeistert.

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